Dietmar Wischmeyer

Mythos Frau

Meine Name ist Dietmar Wischmeyer und dies ist das Logbuch einer Reise durch das Land der Bekloppten und Bescheuerten. Hier ist mein Bericht.

Männer sind das allerletzte an Geschlecht: Bekloppt, machtgeil und arrogant. Schade aber wahr! Noch schader: Frauen sind leider auch völlig blöd. Das gehypte Geschlecht des scheidenden Jahrtausends besteht dummerweise auch nur aus einem Haufen schwächelnder Individuen. Alles, was man über sie erzählt in fröhlicher Herrenrunde ist wahr: Sie können keine Karten lesen, nicht links und rechts voneinander unterscheiden, wissen nicht, was mit dem Wort "Pünktlichkeit" überhaupt gemeint ist, kurz: sie finden sich in der modernen Zivilisation nur mit Mühe zurecht. Mann und Frau sind dermaßen unterschiedliche Wesen: wie ist es nur möglich, daß sie gemeinsam fertile Nachkommen hervorbringen? Das weibliche Gehirn erscheint dem Manne wie eine zugemüllte Festplatte. Auf die Frage: 'Möchtest Du eine Tasse Kaffee?' würden die meisten Männer mit 'Ja' oder 'Nein' antworten, die meisten Frauen - besonders wenn sie sich das Zutrauen des Fragenden durch Ehe oder Partnerschaft erschlichen haben- antworten ausführlicher: 'Denk mal etwas nach, bitteschön !! Dann weißt Du selbst, ob ich noch Kaffee will'. Nur der ungeheuren Friedfertigkeit des Mannes ist das Überleben des Weibes in solchen Situationen zuzuschreiben. - Einer Frau ist der Gedanke fremd, daß man mit Sprache auch ganz einfache Dinge machen kann, z. B. danach fragen, ob man eine Tasse Kaffee möchte. Sie vermuten stets Hintergedanken, Intrigen, Versäumnisse und Angriffe. Männer sind dafür in der Regel viel zu faul. Männer hängen am liebsten in ihrer Fernsehsasse und starren blödig in das Gerät. Warum auch nicht. Doch leider nur zu oft wird die stille Andacht der Fickelfilmrezeption gestört durchs emsige Geschlecht. Die Glucken müssen immerfort hin- und hertrippeln und im Nest scharren. Dann wird hier ein Deckchen drappiert oder dort ein Halm zum Mülleimer getragen. Der zweite Hauptsatz der Thermodynamik ist für die Fräuleins nicht existent - sie glauben tatsächlich noch daran, daß sich Ordnung herstellen läßt ohne dafür an anderer Stelle Chaos zu erzeugen. Wenn ein Mann ihnen erklärt, daß der Preis für die sauber geputzte Bude letztlich die wilde Müllkippe am Amazonas ist, so sperren sie ungläubig den Schnabel auf. Und hier wird der letzte Mythos Weib vom Sockel gestürzt: die Mär vom besseren Einfühlungsvermögen der Frau. Welche Doppel-X-Chromosomen Trägerin hätte sich wohl je in einen Mann einfühlen können. Und ein Wesen, daß nicht mal ahnt, wie 3 Milliarden Menschen denken, fühlen, sprechen; diesem Wesen wollen wir doch wohl keine besondere Sensibilität bescheinigen. Bleibt noch eine Frage offen: Wie lange läßt man mich noch mit tiefer Stimme sprechen.