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Rubik's Magic

Rubik's Cube ist sicherlich das bekannteste Puzzle des Ungarn Ernö Rubik. Aber daneben hat er noch eine ganze Reihe anderer "Gemeinheiten" ausgetüftelt. Eine der bekannteren davon ist Rubik's Magic.

Dieses Puzzle besteht aus acht Plättchen, die mit Nylondrähten zusammenhängen. In der Ursprungsform bilden die acht Plättchen eine 2 x 4 Platte, auf der drei bunte Ringe nebeneinader zu sehen sind. Wenn man die Platte umdreht, scheint die Rückseite nur ein sinnloses Durcheinander zu sein.

Man kann aber durch geschicktes Umklappen der Plättchen das Ganze so umformen, dass, nach einer ganen Reihe von Zwischenschritten eine neue Platte entsteht, die auf ihrer (quasi-) 3 x 3 Fläche (ein Plättchen fehlt natürlich für ein vollständiges Quadrat) jetzt drei ineinander verschlungene Ringe zeigt! Magie?

Für alle, die es nicht selber geschafft haben, möchte ich hier einen möglichen Lösungsweg beschreiben. Ich weiß, dass dies nicht der einzige und auch nicht der schnellste Lösungsweg ist, aber es ist der Einzige, den ich kenne.

Ein Lösungsweg

Die 4 x 2 Platte waagerecht vor sich halten, die drei Ringe sind zu sehen

Die beiden linken und rechten Plättchen nach vorne umklappen
   > Ein 2 x 2 Quadrat in zwei Lagen
Die hinteren oberen und unteren Plättchen nach oben bzw. unten ausklappen
   > Eine einlagige 2 x 4 Platte
90º Grad im Uhrzeigersinn drehen
   > Eine einlagige 4 x 2 Platte
180º Grad längs der Querachse umdrehen
   > Man sieht jetzt auf den mittleren Plättchen zwei fast komplette, liegende Ringe
Die beiden linken und rechten Plättchen nach hinten umklappen
   > Ein zweilagiges 2 x 2 Quadrat, vorne weiter die zwei fast kompletten Ringe
Nach vorne zusammenklappen (als ob man ein Buch zuklappt)
   > Ein vierlagiger 1 x 2 Riegel
Das Plättchen rechts oben seitwärts nach unten umklappen
   > Ein Riegel, oben dreilagig, unten fünflagig
Das Plättchen links unten nach oben umklappen
   > Wieder ein vierlagiger 1 x 2 Riegel
Von hinten nach vorne senkrecht aufklappen
   > Ein zweilagiges 2 x 2 Quadrat
Die rechten beiden Plättchen nach außen aufklappen
   > Eine 3 x 2 Platte, ganz links zweilagig
Obere und untere Hälfte nach vorne zusammen klappen
   > Ein 3 x 1 Riegel, ganz links vierlagig, sonst zweilagig
Die beiden rechten Plättchen mit einem Finger etwas auseinander halten
   > Wie zuvor, nur eben rechts etwas öffnend
Mit einem anderen Finger zwischen das zusammengeklappte Innere fassen und nach links aufziehen
   > Ein Dreieck mit Kantenlänge zwei, an der rechten Ecke zwei zusätzliche Plättchen die aus dem Dreieck herausstehen
Weiter auseinander ziehen, dabei die beiden Plättchen rechts weiter auseinanderbiegen
   > Eine Art Kiste entsteht, die zuerst auseinander gezogenen Plättchen bilden dabei eine zweilagige rechte Wand der Kiste
Die äußeren Plättchen der doppelten Wand um 180º Grad hochklappen
   > Eine Kiste mit senkrecht offen stehendem Deckel
Die Kiste in der Mitte der langen Seiten auseinanderziehen
   > Ein flaches zweilagiges L
An den beiden Plättchen die sich im Knick des Ls befinden auseinander ziehen. Dabei darauf achten, dass sich am langen Ende des Ls die Plättchen auf der Oberseite des Ls berühren (wenn man das L normal schreiben würde)
   > Links bilden insgesamt vier Plättchen zwei Seiten eines Dreiecks, rechts wird die Figur durch je ein senkrechtes Plättchen und eine horizontale Brücke aus zwei Plättchen abgeschlossen
Die beiden Plättchen der Brücke nach innen runterdrücken
   > Ein Riegel 3 x 1, ganz rechts vierlagig, sonst zweilagig
Das hinterste der Plättchen auf der vierlagigen Seite nach links umklappen
   > Ein Riegel 3 x 1, ganz links zweilagig, sonst dreilagig
Die beiden hintersten Plättchen nach hinten/unten umklappen
Die drei Plättchen vorne nach vorne/oben hochklappen
Gerade ziehen

Fertig!

Die Rückrichtung funktioniert natürlich genau umgekehrt.

Grafische Darstellung

Von Ralf Werner habe ich eine grafische Darstellung der Lösung erhalten. Der Weg funktioniert etwas anders als oben beschrieben, und beim Übergang von Schritt 5 nach Schritt 6 gibt es einen kleinen Fehler in der Anleitung, aber ansonsten funktioniert sie schneller als meine Variante oben.

Die Anleitung ist im Microsoft Word Format: Ringe_Loesung.doc (156k)

Was sonst noch?

Neben der Überführung der einen Form in die andere gibt es natürlich noch vieles Andere, was man mit Rubik's Magic tun kann. Man kann z.B. versuchen möglichst ungewöhnliche Formen aus den Plättchen zu basteln, oder auch einfach wieder probieren, aus einer ungewöhnlichen Form zurück zur Startfigur (der 4 x 2 Platte) zu gelangen.

Wenn man sich mal wieder so richtig verfranst hat, sollte man zuerst versuchen, irgend eine 4 x 2 Platte zu bekommen. Von dieser gelangt man dann meist mit verhältnismäßig einfachen Umformungen auch wieder zur richtigen Startform.

Viel Spaß!

Stabd: 1.9.2000